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5. Kunterbuntes Klein Kunst Festival - 5º Festival di piccola arte confusa
Nachbericht

Termin/e:
16.11.2015 - 22.11.2015
 


Festivalfalter zum Downloaden

5. Kunterbuntes Klein Kunst Festival lockt 5.000 Besucher an

Vom 16. bis zum 22. November 2015 verwandelte sich das Jugendhaus Kassianeum in Brixen in eine Hochburg des Kindertheaters. An diesen sieben Tagen fand das 5. Jukas – Klein-Kunst-Festival statt und traf auf ein begeistertes Publikum, das sich bereitwillig in die Welt des Schauspiels, der Puppen, Figuren, Objekte, Pantomime und Clownerie (ent)führen ließ. Zum Festival waren 28 Künstlerinnen und Künstler (18 Bühnen) aus sechs verschiedenen Ländern eingeladen. Sie überzeugten das Publikum mit einem sehr vielfältigen und interessanten Programm.

5.000 Menschen nahmen an den 52 verschiedenen Veranstaltungen teil. Von Montag- bis Freitagvormittag kamen 2.100 Kindergartenkinder, Grund-, Mittelschüler und Lehrpersonen zu den Aufführungen. Die Veranstaltungen am Nachmittag waren für ein offenes Publikum gedacht und wurden von Kindern und Erwachsenen besucht. Am Samstag und Sonntag wurde ganztägig gespielt, und die Menschen strömten in Scharen in das Haus. In der Mittagspause bot das Jugendhaus Kassianeum schmackhafte Speisen an, so dass alle Theaterfans vor Ort bleiben und die Spielpause zum Essen und Genießen nutzen konnten. Zudem waren diese beiden Tage Familientage: Großeltern, Eltern und Kinder, manchmal auch in Begleitung von Onkeln und Tanten, Paten und Patinnen… erfreuten sich sehr zahlreich an den spannenden und abwechslungsreichen Vorstellungen.

Am Montag wurde das Festival vom Meraner teatro Zappa Theater mit dem mehrsprachigen Theaterstück „Magonza“ eröffnet. Die drei Künstler Evi Unterthiner, Claudia Bellasi und Jordi Beltramo kommen aus den Gebieten des Schauspiels, der Akrobatik und der Clownerie. Sie haben ihr Stück, in dem es um Leben und Tod geht, zusammen mit Kindern ausgearbeitet und boten drei sehr ansprechende Vorstellungen mit Herz, Poesie und Tiefsinnigkeit.
Für die Kleinen zeigte Christiane Weidringer die Abenteuer des wagemutigen Helden Daumesdick nach dem gleichnamigen Märchen der Gebrüder Grimm. Ihr Spiel ist sowohl fein als auch humorvoll und ausdrucksstark. Sie arbeitet mit wenigen Requisiten, die sehr phantasievoll eingesetzt werden und durch kleine Handgriffe neue Bedeutungen erhalten. So wird z.B. aus einem Pantoffel ein Pferdeohr und daraus ein Schneckenhaus.

Am Dienstag präsentierte das Theater Kuckucksheim aus Erlangen „Pettersson und Findus“, die spaßige Geschichte vom alten Pettersson und seinem Kater Findus. Dieser Klassiker der Kinderbuchliteratur wurde von Stefan Kügel und Benjamin Seeberger sehr lebendig und schwungvoll dargestellt – er wurde für alle kleinen und großen Zuschauer ein Riesenvergnügen!
Die Meraner Schauspielerin Andrea Haller vom Verein CulinArt spielte den Kleinen Prinzen und begleitete ihn feinfühlig mit sinnreichen Zitaten auf seiner Suche nach einem Freund.

Am Mittwoch trat das Red Dog Theater mit dem Stück „Alice im Wunderland“ auf. Die Berlinerin Stefanie Rüffer spielte eine hinreißende Alice, die sich in einer Traumwelt zu erkennen bemühte, wer sie denn eigentlich sei, während die Australierin Rachel Pattison mit verstellter Stimme und verschiedenen Puppen in alle anderen Rollen schlüpfte und Schräges und Groteskes sehr glaubwürdig wiedergab.
Der in Wien lebende Puppenspieler Stefan Libardi mit Südtiroler Wurzeln spielte einen sehr überzeugenden alten Seemann und somit die Rahmengeschichte zum norwegischen Märchen der Zottelhaube. Bereits durch das Bühnenbild fühlte man sich auf das weite stürmische Meer hinausgetragen, erst recht dann durch das kraftvolle Spiel, in dem es um zwei unterschiedliche Schwestern ging – die eine schön wie die Sonne, die andere wild wie der Wind.

Am Donnerstag berührte das Stück „Ente, Tod und Tulpe“ nach dem Kinderbuch von Wolf Erlbruch. Die Kühne Bühne aus Innsbruck wagte sich an das Tabu-Thema des Todes heran – die zwei Schauspielerinnen Priska Teran Gomez und Caroline Mercedes Hochfellner sowie der Musiker Alexander Sackl boten einfühlsames und poetisches Theater.
Die beiden Puppenspieler Andra Taglinger aus Estland und Manfredi Siragusa aus Sizilien (Theater babelart) brachten hingegen das Publikum zum Toben. Im Stück „Der Koch, eine Wurst & das verrückte Huhn“ wurden drei Geschichten aus Estland miteinander musikalisch durch die Frage nach dem Glück und dem Glücklichsein verbunden. Jede Geschichte wurde anders umgesetzt, die erste als Puppenspiel, die zweite als Lilliput-Spiel, die dritte als klappbare Stoffgeschichte – allen gemeinsam war die Kreativität, Spritzigkeit und das durchdringende Temperament.

Das Theater Maren Kaun aus Mannheim bot am Freitag mit „Schneewittchen“ feines Objekt- und Puppentheater für die Kleinen mit einem Hang zu grotesken und skurrilen Elementen. Die Companie Voland sprach hingegen mit dem Stück „Voll daneben. Übers Benehmen und Danebenbenehmen“ die Größeren an. Am Beispiel von vier Jugendlichen-Typen wurde der respektvolle Umgang miteinander auf spaßige Weise thematisiert. Das Publikum tat begeistert mit und war aufgefordert, durch Vorschläge und Einwände Szenen zu verändern.

Am Samstag erfreute die Schauspielerin Christiane Ahlhelm vom Theater Kunstdünger mit einer sehr kurzweiligen und einfallsreichen Darstellung des „Rumpelstilzchens“. Sie schlüpfte mit Überzeugungskraft in die unterschiedlichen Rollen und verwandelte ihre Mühle mühelos in ein Spinnrad oder einen Sonnenschirm.
Das Theater Maren Kaun zeigte die feine Geschichte der kleinen Raupe, die mit ihrer Gefräßigkeit alles auf den Kopf stellt. Sie beeindruckte mit liebevoll gestrickten Requisiten.
Das Dresdner Theater Schreiber & Post brachte das Grimms-Märchen „Der goldene Schlüssel“ clownesk auf die Bühne. Das Theater besteht aus Andrea Post (Schauspielerin) und Tim Schreiber (Pantomime). Die beiden erhielten 2011 den Preis der KinderKulturBörse München und wurden 2012 das „Kindertheater des Monats“ in Nordrhein-Westfahlen. Sie verbinden schauspielerische Mittel mit denen der Pantomime und agieren zwischen Heiterem und Clowneskem, Besinnlichem und Grotesken.
Weiters standen zwei Stücke mit dem sehr beliebten Brunecker Figurentheater Namlos auf dem Programm. Gernot Nagelschmied spielte das englische Märchen „Von den drei kleinen Schweinchen“ mit Live-Musik. Das Publikum rannte dabei regelrecht die Türen ein, um in diese Vorstellung zu gelangen. Auch in den Pausen war Gernot Nagelschmied nicht untätig: Sein „Papierrolltheater“ im Foyer bot jede Menge Heiteres - Verse und Reime von Heinz Erhardt, Franz Graf Pocci, Josef Guggenmos und mehr.
Den Abschluss am Samstag bildete das „Rotkäppchen“ der Welser Puppenspielerin und -bauerin Gerti Tröbinger. Ihre ausdrucksstarken Figuren und ihr Spiel fanden großen Anklang bei den Zuschauern.

Den Auftakt am Sonntag gab das Dresdner Theater Schreiber & Post mit dem Stück „Hans im Glück“. Ganz ohne Requisiten wurden Träume und Vorstellungen von Reichtum auf bildhafte und köstliche Weise dargestellt – die Schauspieler und Mimen Andrea Post und Tim Schreiber schlüpften mit Leichtigkeit und einer großen Überzeugungskraft in die zahlreichen Tier- und Typenrollen.
Die beiden Südtiroler Eva Sotriffer und Max Castlunger zeigten das musikalische Figurentheater „Lilo im Park“ mit viel Einfühlungsvermögen und Können.
Das bekannte Bilderbuch „Vom kleinen Maulwurf, der wissen wollte…“ stand als spannendes und fein gespieltes Figurentheaterstück auf dem Programm, dargebracht von Maren Kaun.
Kasperltheater auf höchstem Niveau zeigte Gerti Tröbinger mit dem Stück „Kasperl geht fischen“.
Die Karlsruher Künstlerin Friederike Krahl bot mit „Jumbo und Winz“ eine zärtliche Geschichte über Freundschaft und Akzeptanz.
Die Märchenbühne Rosenrot aus Kärnten spielte das schottische Märchen „Käthe KrachdieNuss“.
Das Clownduo Herbert & Mimi aus Innsbruck bildete mit seinem Programm „Die Engelphoniker“ den krönenden Abschluss des Festivals. Der Tiroler Manfred Unterluggauer und die Südtirolerin Helga Jud fanden sich 1999 zum Clownduo zusammen und strapazieren seitdem die Lachmuskeln kleiner und großer Zuschauer. Ihr Stück brachte den vollen Saal zum Lachen, Mitfiebern, Mitsingen und war somit der beste Ausklang!

Das 5. kunterbunte Klein Kunst Festival erntete von Publikum und Künstlern viel Lob für das abwechslungsreiche Programm. Das 6. Kunterbunte Klein Kunst Festival soll 2017 veranstaltet werden – im November des nächsten Jahres hingegen wird wieder ein Erzählkunstfestival organisiert.


Infos:
Jugendhaus Kassianeum, Brunogasse 2, Brixen, Tel. 0472 279999, bildung@jukas.net, www.jukas.net

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akt. 31.08.2013  


   
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